Machen Sie Ihr Haus fit für den Verkauf!

Machen Sie Ihr Haus fit für den Verkauf!

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Der Verkäufer einer Wohnimmobilie sollte sein Haus vor der ersten Besichtigung ins „rechte Licht“ rücken. So kann bereits nach nur kurzer Zeit das Verkaufsobjekt zu einem guten Preis seinen Käufer finden. Im Außenbereich ist zu beginnen: Der Hauseingang, die Einfahrt und der Garten sollten einladend und gepflegt wirken. Steht das Unkraut bereits am Gartentor knöchelhoch, bekommt der Interessent etwa den Eindruck einer aufwändig zu pflegenden Anlage – die positiven Erwartungen des Eigenheim-Suchenden schwinden in der ersten Sekunde. Dabei müssen zusagende Emotionen unbedingt von Anfang an geweckt werden. Ein gutes Gefühl im Laufe der Hausbesichtigung beim Suchenden zu wecken, wenn der erste Eindruck ihn schon verstimmt hat, ist alles andere als einfach. Eine Grundregel lautet: Das Haus sollte auch gründlich geputzt sein. Bei Eintritt in die Immobilie kann beispielsweise der Geruch von frisch gemachtem Kaffee oder gebackenem Kuchen Wohlbefinden, Wärme und behagliche Gefühle auslösen. Weiterhin gilt: Der Verkäufer muss seine persönliche Brille, durch die er seit Jahren schaut, ablegen. Ihm sollte bewusst sein, dass er einen anderen Geschmack als der Interessent hat. So ist es sinnvoll, das Haus zunächst zu „entpersonalisieren“! Familienfotos und die Sammlung von Sportabzeichen gehören vorübergehend in eine Kiste, nicht aber auf die Regale und an die Wände des Wohnzimmers. Dinge, auf die der Verkäufer selbst stolz zu sein vermag, sind meist keine Bestandteile, die den Kaufinteressenten dazu bewegen, sich selbst in diesem Hause zu sehen. Es geht aber auch nicht darum, die Vorlieben des Interessenten zu treffen und zu kennen, sondern vielmehr darum, die Vorzüge des Hauses zu unterstreichen. Licht spielt eine sehr große Rolle – es sollte so viel hiervon, wie möglich, in das Haus hereingelassen werden. Helligkeit, nicht zugestellte Fensterbänke und hochgezogene Jalousien sind das A & O! Eine schlichte helle Klarheit kann auch durch die gänzliche Entfernung von Vorhängen erreicht werden! Ist der Verkäufer bereits in sein neues Zuhause umgezogen und das Verkaufsobjekt steht leer, sollte in Erwägung gezogen werden, einzelne Räume mit Mobiliar zu bestücken! Hierbei ist keine vollständige Einrichtung nötig, denn es geht nur um die Schaffung von Atmosphäre und um das Aufzeigen räumlicher Maßstäbe. Kleine dezente Möbel reichen hier aus. Auch weil nur sehr wenige Menschen fähig sind, die Proportionen im leerstehenden Raum zu erfassen, kann die Positionierung einer Kommode oder eines Sessels sowie kleiner Accessoires sinnvoll sein! Es ist ein großes Maß an Empathie gefordert, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Der Versuch hierzu lohnt sich in den meisten Fällen. Wenn „richtig verkauft“ werden möchte, bedeutet dies Aufwand! Aufwand der sich bezahlt machen wird. Erst wenn diese Mühen aufgenommen und angegangen werden, kann eine Käuferklientel angesprochen werden, die andere Vorlieben als man

selbst pflegt. Der Radius von potenziellen Käufern wird somit vergrößert. Der Hausverkauf wird meist noch dem

Zufall überlassen, hingegen ist es selbstverständlich bei einem Autoverkauf die Sitze zu saugen, die Felgen zu polieren und eine abgenutzte Fußmatte auszutauschen. Diese Denke muss für Immobilien dringend übernommen werden. Die Bemühungen belohnen den Verkäufer in aller Regel am Ende sehr!

Text: Jana Hirschfeld








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